Ein Ölbrenner besteht aus mehreren Einzelteilen. Jedes kann für eine Störung verantwortlich sein. Daher gibt es leider auch viele verschiedene Störungsursachen. Man muss also bei der Fehlersuche systematisch und Schritt für Schritt vorgehen. Ob eine Brennerstörung vorliegt, kann man ganz einfach an der Störleuchte im Feuerungsautomaten erkennen. Diese Seite führt durch die Fehlersuche am Buderus BRE und BDE – alle Einstellwerte und Ersatzteile des Brenners sind zusätzlich in der Serviceanleitung für den Buderus BRE/BDE zusammengefasst.
Inhalt dieser Seite:
- Symptome im Überblick: Ursache schnell eingrenzen
- Erster Schritt: Entstörknopf drücken (Brenner entriegeln)
- Ölzufuhr prüfen: Ölstand, Absperrhahn, Ölfilter
- Problemzweig 1: Motor läuft nicht an
- Problemzweig 2: Motor läuft, aber keine Flamme
- Problemzweig 3: Flamme brennt kurz und reißt ab
Sicherheitshinweis: An Ölbrenner und Steuerung liegen 230 V an. Vor allen Arbeiten die Heizung am Hauptschalter ausschalten und den Ölhahn schließen. Messungen unter Spannung nur durchführen, wenn man Erfahrung im Umgang mit Netzspannung hat – im Zweifel eine Elektrofachkraft oder den Heizungsbauer hinzuziehen. Nach Arbeiten an Düse, Ölpumpe oder Mischeinrichtung sollte ein Fachbetrieb die Verbrennung per Abgasmessung kontrollieren.
Symptome im Überblick: Ursache schnell eingrenzen
Die folgende Tabelle hilft, die wahrscheinlichste Ursache anhand des Symptoms einzugrenzen. Von dort springt man direkt zum passenden Abschnitt.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Zum Abschnitt |
|---|---|---|
| Motor brummt nur, läuft nicht an | Anlaufkondensator defekt | Kondensator prüfen |
| Brenner pfeift oder wird laut | Kugellager im Brennermotor verschlissen | Ölbrenner pfeift oder brummt |
| Brenner startet nicht, Störlampe bleibt aus | Ölvorwärmer gibt keine Freigabe | Ölvorwärmer prüfen |
| Störlampe leuchtet sofort | Feuerungsautomat defekt | Feuerungsautomat prüfen |
| Motor läuft, aber es entsteht keine Flamme | Öldüse, Zündung oder Magnetventil | Problemzweig 2 |
| Flamme brennt kurz und reißt ab | Flammenfühler oder Pumpendruck | Problemzweig 3 |
Erster Schritt: Entstörknopf drücken (Brenner entriegeln)
Leuchtet die rote Störlampe am Feuerungsautomaten, drückt man zuerst den beleuchteten Entstörknopf für etwa eine Sekunde. Der Brenner ist damit entriegelt und startet einen neuen Anlauf. Wichtig: maximal 2 bis 3 Entstörversuche. Bei jedem erfolglosen Startversuch wird unverbranntes Öl in den Brennraum gedrückt. Geht der Brenner danach erneut auf Störung, beginnt die eigentliche Fehlersuche.
Ölzufuhr prüfen: Ölstand, Absperrhahn, Ölfilter
Bevor man einzelne Bauteile prüft, sollte man die Ölzufuhr kontrollieren: Ist genug Heizöl im Tank? Ist der Absperrhahn an der Ölleitung geöffnet? Und ist der Ölfilter sauber? Ein verschmutzter Filter oder ein geschlossener Absperrhahn führt zu den gleichen Symptomen wie ein defektes Bauteil.
Kann man Probleme an der Ölzufuhr ausschließen, geht es weiter in die Tiefe. Dafür muss der Brenner erneut einen Startversuch durchlaufen. Währenddessen beobachtet man genau, wann der Brenner auf Störung geht. Bevor man das macht, muss man verstehen, dass es mehrere Problemzweige gibt, in denen der Fehler liegen kann.
Problemzweig 1: Motor läuft nicht an
In diesem Problemzweig läuft der Motor gar nicht erst an, bevor die Störungsleuchte angeht. Als Ursache kommen der Kondensator, der Ölvorwärmer, der Motor selbst oder der Feuerungsautomat infrage.
Kondensator defekt: Motor brummt nur
Ob der Kondensator defekt ist, erkennt man daran, dass der Motor nach der Aufwärmphase des Ölvorwärmers nur leicht brummt, aber nicht anläuft. Der originale Kondensator ist bei diesen Brennern oft rund 30 Jahre alt und lässt sich für wenige Euro tauschen.
Kondensator hier erhältlich!Wie man den Kondensator mit dem Multimeter prüft und Schritt für Schritt wechselt, zeigt die eigene Anleitung: Anlaufkondensator am Ölbrenner prüfen und wechseln.

Ölvorwärmer defekt: Symptome, prüfen und tauschen
Der Ölvorwärmer besteht aus einer Heizwendel und einem Thermostat. Nach der Aufwärmphase, die bis zu 2 min benötigen kann, schaltet das Thermostat den Motor an. Ist der Ölvorwärmer defekt, gibt er diese Freigabe nicht: Der Motor startet gar nicht, und die Störlampe bleibt zunächst aus.
Einen defekten Kondensator kann man relativ einfach erkennen. Schwieriger ist es hingegen, wenn der Ölvorwärmer, der Motor oder gar der Feuerungsautomat defekt sind. Man kann das Problem eingrenzen, indem man den Stecker vom Motor abzieht und ein Multimeter anschließt.
Wird keine Spannung angezeigt, bevor der Brenner auf Störung geht, kann man davon ausgehen, dass der Ölvorwärmer oder der Feuerungsautomat defekt ist. Wird eine Spannung angezeigt, ist der Motor defekt.
Zum Tauschen des Ölvorwärmers baut man den Düsenstock aus – der Vorwärmer sitzt direkt daran. Den Ölvorwärmer dauerhaft zu überbrücken, ist keine Lösung: Der Brenner ist auf vorgewärmtes Heizöl ausgelegt.
Ist der Motor defekt oder laut geworden, lohnt sich oft ein Kugellagerwechsel am BRE/BDE-Motor statt eines Neukaufs. Für Viessmann-Brenner gibt es die passende Anleitung zum Lagerwechsel am Viessmann VE Gebläsemotor.
Feuerungsautomat defekt (Satronic TF 801): Symptome, prüfen, tauschen
Der Feuerungsautomat steuert den gesamten Brennerablauf: Vorbelüftung, Zündung und Flammenüberwachung. Im Buderus BRE/BDE ist ein Satronic TF 801 verbaut. Typische Symptome eines Defekts: Der Brenner startet gar nicht, oder die rote Störlampe leuchtet sofort nach dem Startversuch.
Eingrenzen lässt sich ein Defekt mit dem Multimeter: Man misst, wie oben beschrieben, ob der Automat am Motorausgang und am Magnetventil-Anschluss eine Spannung durchschaltet. Der Automat sitzt auf einem Stecksockel und ist bei einem Defekt in etwa 5 Minuten gewechselt; als Ersatz gibt es den kompatiblen Nachfolger TF 801.2. Alle Prüfschritte im Detail stehen in der eigenen Anleitung: Feuerungsautomat Satronic TF 801 prüfen und tauschen.
Problemzweig 2: Motor läuft, aber keine Flamme
Der Motor startet und treibt die Pumpe und das Gebläse an. In der Pumpe wird ein Druck von ca. 10 bar aufgebaut. Außerdem wird der Zündfunke aktiviert. Kommt es trotzdem nicht zur Flammenbildung, prüft man am besten in der folgenden Reihenfolge.
Verstopfung in der Ölleitung: Sobald der Motor anläuft, sollte man gleichzeitig das Schauglas vom Ölfilter kontrollieren. Wird es leer gesaugt, ohne dass genügend Heizöl nachläuft, liegt definitiv eine Verstopfung an der Ölleitung vor.
Defekte Ölpumpe: Zudem kann es sein, dass man kleine Luftbläschen im Filter aufsteigen sieht. In diesem Fall sind entweder die Ölpumpe (Danfoss BFP 21 L3) oder die Zuleitungen zwischen Pumpe und Ölfilter defekt.

Öldüse wechseln (Düsenstock ausbauen)
Die Öldüse sollte regelmäßig gewechselt werden. Sie ist günstig, und der Wechsel ist schnell gemacht. Dazu bringt man den Brenner in die Wartungsposition bzw. nimmt das Brennerrohr ab und löst den Düsenstock. Die Düse selbst schraubt man mit zwei Schlüsseln heraus: Mit dem zweiten Schlüssel hält man den Düsenstock gegen, sonst verdreht man die Ölleitung. Beim BRE 1 Typ 1.1-21 (21 kW) gehört eine Düse 0,60 gph 60° S von Steinen hinein; bei anderen Typen gelten die Angaben auf dem Typenschild bzw. in der Serviceanleitung. Nach dem Einbau den Abstand der Zündelektroden kontrollieren.
Zündtrafo, Zündkabel und Zündelektroden prüfen
Ist eine dieser Komponenten defekt, gibt es keinen sauberen Zündfunken, und das Luft-Öl-Gemisch kann nicht gezündet werden.
Die Zündelektroden verschleißen bzw. brennen mit der Zeit runter. Außerdem muss man auf den richtigen Abstand achten. Der Zündtrafo sitzt unter dem Feuerungsautomaten. Bei einem Defekt kommt schlichtweg kein Funke. Zum Wechseln zieht man die Zündkabel ab und löst den Trafo – er ist über Steckkontakte angeschlossen.

Flammenfühler prüfen
Ist der Fühler defekt, falsch eingestellt, verschmutzt oder liegt eine Fremdlichteinwirkung vor, wird das Magnetventil nicht angesteuert. Und es wird kein Öl in den Brennraum gesprüht. Zum Säubern oder Austauschen kann man ihn einfach aus der Fassung ziehen. Er ist nur eingesteckt.
Magnetventil defekt (Danfoss 071N0051): mit Multimeter prüfen
Ist die Spule defekt, wird ebenfalls kein Öl eingesprüht.
Man kann die Magnetspule ganz einfach mit einem Multimeter überprüfen (linkes Bild). Bei einem T70 071N0051 von Danfoss sollten etwa 2,76 kOhm angezeigt werden. Es kann auch sein, dass die Spule nicht kaputt ist, sondern der Feuerungsautomat nicht richtig durchschaltet. Zum Überprüfen zieht man den Stecker ab und misst mit dem Multimeter nach (rechtes Bild). Es sollte, kurz bevor der Brenner auf Störung geht, eine Spannung angezeigt werden.
Pumpendruck oder Mischeinrichtung: Auch ein falscher Pumpendruck oder eine falsch eingestellte Mischeinrichtung kann die Flammenbildung verhindern.

Problemzweig 3: Flamme brennt kurz und reißt ab
Flammenfühler: Wenn der Fühler falsch eingestellt, verschmutzt oder defekt ist, wird die Ölzufuhr über das Magnetventil nach ein paar Sekunden wieder unterbrochen.
Falscher Pumpendruck: Ist der Pumpendruck falsch, erlischt die Flamme nach kurzer Zeit entweder von selbst oder der Flammenfühler unterbricht die Ölzufuhr, wenn das Flammenbild falsch ist. Leider benötigt man für den Pumpendruck ein Manometer und ein Abgasmessgerät, was sehr teuer ist. Auf jeden Fall sollte man sich hierfür professionelle Hilfe holen.
Alle Bauteile, Einstellwerte und Ersatzteile des Brenners sind übersichtlich in der Serviceanleitung für den Buderus BRE/BDE zusammengefasst.